Noch keine Reise auf Ihrer Merkliste
Island ist etwa 20 Millionen Jahre alt und wächst bis heute durch vulkanische Aktivitäten. Vor etwa 12.000 Jahren endete die letzte Eiszeit.
Irische Mönche und erste Nordleute siedeln auf Island.
Beginn der Dauerbesiedlung Islands nach offizieller Geschichtsschreibung durch Ingólfur Arnarson. Die meisten Siedler kommen aus Westnorwegen, jeder Zehnte stammt aus den Nordleute-Siedlungen auf den schottischen Inseln und in Irland. Grund der Immigration: In der alten Heimat festigt sich eine zentrale norwegische Königsmacht, der sich viele Großbauern nicht unterordnen wollen.
Landnahmezeit (isl. "Landnáma")
Egill Skallagrímsson: Er gilt als größter Skaldendichter.
Ende der Landnahmezeit, alles verfügbare Land ist aufgeteilt. Gründung des Parlaments Alþing. Beginn der Sagazeit (bis 1030).
Entdeckung und Kolonialisierung Grönlands von Island aus durch Erich den Roten, dem Vater von Leifur Eiríksson.
Entdeckung Nordamerikas durch Leifur Eiríksson. Friedliche Einführung des Christentums durch das Parlament.
Vertrag zwischen den Alþing und König Ólafur Haraldsson von Norwegen über die Rechte der Isländer in Norwegen und die Rechte der Norweger in Island.
Ein Bischofssitz entsteht in Skálholt und später ein weiterer in Hólar. Ísleifur Gissurarson, erster Bischof von Island in Skálholt.
Ari Þorgilsson: Verfasser der Íslendingarbók (Isländerbuch)
Gründung des Bischofssitzes in Hólar für Nordisland.
Erstes Kloster in Island wird in Þingeyrar gegründet. Die Klöster werden zu Bildungs- und Literaturzentren.
Snorri Sturluson: Der bedeutendste Geschichtsschreiber Islands.
Zeitalter des Sturlung Bürgerkriegs unter den führenden Familien um Macht und Einfluß in Island.
Freiwillige Unterwerfung unter die norwegische Krone. Island wird Teil des norwegischen Regierungsgebietes, behält allerdings die Legislative.
Das "goldene Zeitalter" der Sagadichtung: Die klassischen mitteralterlichen Sagas wurden in der alten Wikingersprache geschrieben, die immer noch in Island gesprochen wird.
Island kommt mit Norwegen unter die Herrschaft der dänischen Krone.
Die Pest erreicht Island. Zwei Drittel der Bevölkerung sterben.
"Das englische Zeitalter": starke Beziehungen zwischen Island und England. Die Engländer segeln regelmäßig nach Island, um zu fischen und Handel zu treiben.
Veröffentlichung des Neuen Testamentes in Isländisch.
Reformation. Mit einigen Widerständen konvertiert Island zum evangelisch-lutherischen Glauben. Der letzte katholische Bischof und Nationalheld Jón Arason wird geköpft.
Einführung des Monopolhandels, der bis 1854 in dänischen Händen war.
Absolutismus im gesamten Königreich Dänemark bis 1849, also auch in Island. Legislative des Alþing deshalb stark verringert.
Island hat etwa 50.000 Bewohner.
Den Schwarzen Blattern fällt ein Drittel der Bevölkerung zum Opfer.
Die Folgen eines Ausbruchs der Laki - Krater dezimieren die Bevölkerung. In Kopenhagen erwägt man die Umsiedlung der knapp 40.000 überlebenden Isländer nach Dänemark.
Hungersnot als Folge der Vulkanausbrüche, 11.000 Tote
Alþing abgeschafft
Bischofssitze in Skálholt und Hólar werden abgeschafft. Es gibt nur noch einen Bischof mit Sitz in Reykjavík.
Jón Sigurðsson kämpft für die isländische Unabhängigkeit.
Am Ende der Napoleonischen Kriege verliert Dänemark Norwegen an den Erzrivalen Schweden, behält aber die alten norwegischen Außenbesitzungen Island, Grönland und Färöer.
Die Unabhängigkeitsbewegung unter Jón Sigurðsson (1811 - 1879) erreicht die Wiedereinsetzung des Alþing als beratende Versammlung.
Ende des Monopolhandels.
Zur Tausendjahrfeier der Besiedlung der Insel besucht Christian IX. als erster dänischer Regent Island. Er bringt den Isländern eine Verfassung mit, die 1904 um eine weitreichende Autonomie in inneren Angelegenheiten erweitert wird.
Ausbruch des Askja - Vulkans im Hochland.
Gründung der isländischen Nationalbank.
Island erhält das Selbstverwaltungsrecht.
Universitätsgründung in Reykjavík.
Island bekommt seine Flagge. Einführung des Frauenwahlrechts bei Parlamentswahlen. Island stoppt einheitlich den Walfang (wurde bis 1935 beibehalten).
Unionsvertrag mit Dänemark: Der dänische König bleibt zwar König von Island, aber sonst ist das Land unabhängig. Ausbruch der Katla.
Tausendjahrfeier zum Bestehen des Alþing, Feierlichkeiten in Þingvellir.
Zum Schutz vor einer deutschen Besetzung Islands im Zweiten Weltkrieg landen britische Truppen auf der Insel; sie werden 1941 gemäß einem Verteidigungsabkommen von Amerikanern abgelöst. Island hat große strategische Bedeutung für den Nachschub der Alliierten über den Atlantik.
Island kündigt am 17. Juni einseitig den Unionsvertrag mit Dänemark und wird Republik. Der 17. Juni ist heute Nationalfeiertag.
Svein Björnsson wird erster Staatspräsident.
Island tritt der Weltbank und dem Internationalen Währungsfond bei.
Island wird Mitglied der UNO.
Hekla - Ausbrüche
Island wird Mitbegründer der OEEC und später Mitglied der OECD.
Durch den "Marshall Plan" gibt es starke finanzielle Unterstützung für Island.
Beitritt zur NATO gegen starken Widerstand in der Bevölkerung; Island besitzt kein eigenes Militär.
Beitritt zum Europarat.
Amerikaner kehren nach Island zurück und bauen die Keflavík Airbase, die bis heute NATO-Stützpunkt und internationaler Zivilflughafen ist. Außerdem übernehmen die USA den militärischen Schutz Islands (Verteidigungsabkommen).
Ausdehnung der Fischereischutzzone auf vier Seemeilen. Island ist Gründermitglied im Nordischen Rat.
Ásgeir Ásgeirsson wird Staatspräsident.
Handelsabkommen mit der Sowjetunion.
Der isländische Schriftsteller Halldór Laxness erhält den Literaturnobelpreis.
Ausdehnung der Fischereischutzzone auf 12 Seemeilen Es kommt zum Streit mit anderen Fischereinationen, vor allem mit Großbritannien ("Kabeljaukriege").
Gründung der isländischen Zentralbank. Ausbruch der Askja.
Natürliche Ausdehnung nach Süden: Südwestlich der Westmänner Inseln entsteht durch eine Vulkaneruption im Meer die Insel Surtsey.
Das dänische Parlament beschließt die Rückgabe der alten Saga - Manuskripte an Island.
Island tritt dem GATT bei.
Kristján Eldjárn wird Staatspräsident.
Island wird Vollmitglied der EFTA. Ausbruch der Hekla.
Nach Parlamentswahlen Bildung einer Linkskoalition unter Ólafur Jóhannesson. Die ersten Saga - Manuskripte aus Dänemark kommen in Island an.
Ausdehnung der Fischereischutzzone auf 50 Seemeilen. "Kabeljaukrieg" mit Großbritannien. Freier Handel mit der EEC (später EU) vereinbart.
Ein Vulkanausbruch vertreibt die 5000 Einwohner der Insel Heimaey (Westmänner Inseln); Teile der gleichnamigen Stadt und der Hafen werden gerettet.
Rücktritt der Koalition: Neuwahlen und Bildung einer Koalition aus Fortschrittspartei und Unabhängigkeitspartei unter Geir Hallgrímsson.
Letzte Ausdehnung der Fischereischutzzone auf 200 Seemeilen. Erneuter "Kabeljaukrieg" mit Großbritannien. Ausbruch der Leirhnúkur-Spalte im Krafla-Gebiet.
Abkommen mit Großbritannien und der Bundesrepublik Deutschland zur Beilegung des Fischerei-Konflikts.
Vigdís Finnbogadóttir wird zur Präsidentin gewählt. Damit ist sie das erste demokratisch gewählte weibliche Staatsoberhaupt der Welt.
Währungsreform; Vulkanausbrüche im Krafla-Gebiet.
Vorzeitige Auflösung des Parlaments wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage (130 Prozent Inflation im Mai); der neuen Regierung gelingt es, bis Ende des Jahres die Inflationsrate auf 35,5 Prozent zu senken.
Fangquoten sollen die Fangbestände in isländischen Gewässern retten. Erneuter Lavaausfluß im Krafla-Gebiet.
Island beendet den kommerziellen Walfang, betreibt aber bis 1989 umstrittene "wissenschaftliche" Fänge. Ein Komitee zur Reinhaltung der isländischen Sprache von unnötigen Fremdwörtern und zu Schaffung neuer Wörter nimmt seine Tätigkeit auf.
Erste Annäherung der Supermächte bei Gipfeltreffen Reagan - Gorbatschow im Höfði-Haus in Reykjavík.
Bei Parlamentswahlen im April verliert die bisherige Mitte-Rechts-Koalition die absolute Mehrheit. Bildung einer Großen Koalition aus Unabhängigkeitspartei, Fortschrittspartei und Sozialdemokratischer Partei.
Mit überwältigender Mehrheit wird Vigdís Finnbogadóttir im Juni von den rund 170.000 Wahlberechtigten für eine dritte Amtsperiode zum Staatsoberhaupt gewählt. Im September zerbricht die Große Koalition and der Diskussion unpopulär wirtschaftspolitischer Maßnahmen (Lohnkürzungen). Eine neue Regierungskoalition wird gebildet.
Als erstes Land nimmt Island zu den baltischen Staaten diplomatische Beziehungen auf; es kommt zu Verstimmungen mit Rußland.
Die EFTA Mitgliedsstaaten und die Europäische Union gründen die EEA (European Economic Area).
Fangquotenbegrenzungen treiben Islands Fischer zu neuen Ufern: Im völkerrechtlich umstrittenen Seegebiet um Spitzbergen kommt es zu einem neuen Kabeljaukrieg. Die Feiern zum 50. Jahrestag der Republikgründung erleben viele Isländer in einem 40 km langen Autostau zwischen Reykjavík und dem Festgelände auf dem historischen Thingplatz von Þingvellir. EEA tritt in Kraft.
Im Oktober erklärt Staatspräsidentin Vigdís Finnbogadóttir, 1996 nicht für eine fünfte Amtsperiode zu kandidieren. Ein früher Wintereinbruch verbunden mit einem der schlimmsten Stürme seit Menschengedenken verursacht Millionenschäden. In Flateyri verschüttete eine Schneelawine 19 Häuser, 20 Menschen finden den Tod.
Ólafur Ragnar Grímsson wird Staatspräsident. Ausbruch des Grimsvötn-Vulkans unter dem Gletscher Vatnajökull. Durch den Gletscherlauf wird ein großer Teil der Ringstraße, der einzigen Straße, die rund um die Insel führt, zerstört. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Erneuter Ausbruch des Grimsvötn.
Im September 2008 Zusammenbruch der Bankenlandschaft. Krise (isl. "kreppa") in Island. Wechselkursverfall, Verstaatlichung von Banken.
Der Ausbruch des Eyjafjallajökull legt im April den europäischen Flugverkehr tagelang lahm. In Island sind kaum Auswirkungen des Vulkans zu bemerken. Der Aschefall rund um den Vulkan war weniger gravierend als anfangs angenommen. Es kamen weder Menschen noch Tiere zu Schaden.
Stand: 05.2012 © 2012 set geo-aktiv reisen GmbH